Wie kommt der Müll ins Meer?

Alltäglich kommen wir mit Plastik in Berührung, Kunststoff ist überall. Ein Einkauf beim Supermarkt um die Ecke, und der Mülleimer ist fast voll mit Plastikmüll. Elektrogeräte werden damit isoliert, Kunststoff ist auch Bestandteil unserer Kleidung und Schuhe. Bestens getarnt, aber trotzdem da. Die Liste, worin sich Plastik überall versteckt, wäre unendlich lang. In täglichen Gebrauchsgütern wie Shampoos, Duschgels, Lippenstiften und Make-Up-Fläschchen sind diese mikroskopisch kleinen Kunststoffteilchen. Mit dem Auge nicht zu erkennen, das oft gehörte "Mikroplastik". 

Aber wie kommt der Müll ins Meer?

Abwasser: 
Täglich verwenden wir Produkte, in denen Mikroplastik enthalten ist, wodurch diese auf direktem Wege ins Abwassersystem gespült werden. Leider ist der heutige Stand der Technik noch nicht so weit, dass in Kläranlagen Mikroplastik aus dem Abwasser gefiltert werden kann. Somit landen diese, für das menschliche Auge nicht sichtbaren Teilchen, letztendlich im Meer.

Waschmaschine:
Wer nicht explizit beim Einkaufen seiner Kleidung darauf achtet, trägt jeden Tag Textilien, die voll sind mit Kunststoff. In der Regel muss man auch ein deutlich höheren Preis für derartige Klamotten bezahlen, was es vielen Endverbrauchern schwer macht, auf Klamotten ohne Kunststoffanteil zu verzichten. Diese Textilien aus Kunstfaser, oder Fleece verlieren pro Waschgang ca. 2000 Fasern. Da "Mikroplastik" wirklich derartig klein ist, kann es durch Waschmaschinensiebe nicht gefiltert werden. Somit gelangt das Plastik wieder ungefiltert ins Abwassersystem und somit auch in den Weltmeeren. 

Abfallentsorgung:
Die Themen wie Recycling und Müllvermeidung sind in Europa schon weit verbreitet und werden auch schon von einer Vielzahl umgesetzt. Jedoch wird auch in Europa jede Menge Müll unsachgemäß entsorgt. Gerade in Regionen, die viel Tourismus verzeichnen, wird Plastikabfall gerne an Ort und Stelle deponiert und/ oder entsorgt. An Stränden oder in den Bergen, so lange Wasser (bergab) fließen wird, gelangt der Plastikmüll unverhindert in großen Mengen in unseren Seen, Meeren und Ozeane. In Entwicklungs- und Schwellenländer gibt es kaum Bewusstsein für das Thema Entsorgung von Müll, von Recycling ganz zu Schweigen. 

Schiffe:
Es ist global verboten, Plastik und Müll einfach im Wasser zu entsorgen. Aber wo kein Kläger, da kein Richter! Der Müll wird, überspitzt formuliert, einfach über Board geworfen und vorsätzlich im Meer deponiert. Es kommt auch immer wieder vor, dass die Schiffe Teile der Ladund und Container verlieren. Der Plastikmüll muss gar keine lange Reise mehr auf sich nehmen, sondern gelangt ohne Umwege im Wasser. 

Fischfang:
Die Fischerei produziert ebenfalls einen sehr großen Anteil an Meeresmüll. Netze und Werkzeuge werden bewusst und vorsätzlich im Meer entsorgt. Die sogenannten Geisternetze sind nicht einfach nur Müll im Wasser. Diese fischen und fischen unaufhörlich weiter. Wenn man darüber nachdenkt, wie lange es dauert, bis sich das Netz zersetzt hat, kann man sich in etwa vorstellen, wie viele Fische und Meerestiere sich darin verfangen und qualvoll verenden.

Insgesamt landen pro Jahr 8 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer!

Das es niemals so weit hätte kommen dürfen, steht nicht zur Diskussion, aber man kann es nicht mehr ändern. Daher ist es wichtiger denn je, dass jeder einzelne sein Konsumverhalten überdenkt, Müll ordentlich trennt und einfach im Alltag ein Stück weit nachhaltiger handelt. 
Jeder hat ein Recht auf eine schöne Zukunft, in einer lebenswerter Welt, auch zukünftige Generationen. Unsere Kinder, Enkel und Ur-Enkel werden es uns danken!!!

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Kategorie: Plastikmüll

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